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Inlineskating, ganz schön gefährlich!

Sie sind vom Uferweg nicht mehr wegzudenken die Inliner und Rollerblader, leider auch nicht von unserer Notfallstation und unseren OP-Tischen.

Inlineskating hat sich in den letzten Jahren von der Trendsportart zu einem Volkssport gemausert. Es gibt fast keine Altersbegrenzung, weder nach oben noch nach unten und wenn die landschaftlichen Bedingungen so ideal erfüllt sind, wie rund um den Bodensee, dann kann man diese Entwicklung auch gut verstehen. Die Attraktivität dieser Fortbewegungsart bringt seit ca. 1996 viele Sportlerinnen und Sportler dazu, sich Skates zu kaufen und Ausfahrten zu unternehmen.

Statistik

Wie gefährlich ist Inlineskating eigentlich ? Wie sieht der Vergleich mit anderen Volkssportarten aus ? Welche Verletzungen entstehen und vor allem, wie kann man sich davor schützen ?

Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu registrierte seit 1997 ansteigende Unfallzahlen beim Inline-Skating. So haben sich im Jahr 2000 ca. 12'000 Inline-Skater und Skaterinnen verletzt.

1998 wurde in der Zeitschrift "Der Unfallchirurg" festgehalten, dass Inlineskating mit 6 % der Sportverletzungen erst an dritter Stelle nach Fussball (39 %) und Basketball (8 %) steht und dass die übrigen, häufigen Sportarten auch nicht wesentlich seltener zu Verletzungen führen. Die Verteilung der verletzten Organe kann aus nebenstehender Graphik entnommen werden. (Quelle: Unfallchirurg 1998.101:845-850)  Foto Verletzte Regionen

Auffallend im Vergleich mit anderen Sportarten ist der hohe Anteil an Knochenbrüchen bei den Skatingverletzungen. Das erklärt sich aus den recht hohen Fahrgeschwindigkeiten, die auch von Anfängern erreicht werden. Beim Stürzen wird vorwiegend auf die Arme gefallen, was den hohen Verletzungsanteil erklärt.  Foto Knochenbrüche

Eine andere Studie mit Kindern (Scott Med J 2001 Aug;46(4):102-3) zeigte mit 62 % Häufigkeit Verletzungen von Armen und Handgelenken, wobei kein einziges Kind einen Handgelenksschutz getragen hatte. Bei der deutschen Stundie (Unfallchirurg 1998.101:845-850) trug keiner der Kopfverletzten einen Helm !

Vorbeugende Massnahmen

  • Es ist un-cool ohne richtige Schutzkleidung, sprich: Helm, Ellbogen-, Knie- und Handgelenkschoner zu skaten.  Foto Schutzkleidung
  • Fahrtraining nach der Winterpause. Zum Steuern eines Personenwagens ist ein Fahrausweis erforderlich. Um diesen zu erhalten, bedarf es einer intensiven Schulung und dem Bestehen einer theoretischen und praktischen Prüfung. Anders sieht es beim Inline-Skating aus: Schnelles Fahren und insbesondere das Bremsen bei hohen Geschwindigkeiten verlangen ein vorgängiges Training und die nötigen konditionellen Voraussetzungen.
  • Planen der Route. Mittlerweile gibt es Inlinekarten, die Auskunft über speziell geeignete Routen geben und die Gefahrenzonen auf den verschiedenen Strecken darstellen. Vor dem Losfahren sollten derartige Hilfsmittel konsultiert werden. www.swiss-skate-map.ch

Inlineschulen die Kurse anbieten finden sich im Thurgau viele und es ist sehr empfehlenswert, sich nur mit der entsprechenden Ausbildung und Ausrüstung auf die Strasse zu wagen.
www.inlineschule.ch
www.bfu.ch/beratung_sport/inline/inline_d.pdf
 

Quelle: www.thurgau-tourismus.ch
Quelle: www.thurgau-tourismus.ch
Quelle: www.thurgau-tourismus.ch
Quelle: www.thurgau-tourismus.ch
Verletzte Regionen
Verletzte Regionen
Knochenbrüche
Knochenbrüche
Schutzkleidung
Schutzkleidung
 
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