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Gallensteine bilden sich hauptsächlich in der Gallenblase,
welche unterhalb der Leber liegt und mit dem Hauptgallengang
verbunden ist. Gallensteine bilden sich bei vielen Leuten.
Ungefähr 70% der über 80-Jährigen haben Gallensteine.
Meistens sind Gallensteine harmlos und verursachen keine
Beschwerden. Häufig werden sie bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches zufällig gefunden. Bei gewissen Fällen kann der Gallenstein
zu einer Entzündung der Gallenblase führen, vor
allem wenn ein Gallenstein im Hauptgallengang eingeklemmt
ist. Die Symptome hierfür sind die sogenannten Gallenkoliken.
Die Beschwerden können wieder spontan verschwinden, aber
häufig treten sie erneut auf. Wenn die Gallensteine Symptome
verursachen, ist die Indikation zu einer Entfernung der Gallenblase
gemeinsam mit den Steinen gegeben.
Eine Entfernung der Gallensteine ohne Gallenblase ist ungenügend,
da sich rasch wieder neue Steine bilden können. Die Operation
kann durch einen Zugang unterhalb des rechten Rippenbogens
oder durch die laparoskopische Technik (Knopfloch-Chirurgie)
durchgeführt werden. Heutzutage wird die Operation in
95% der Fälle laparoskopisch
durchgeführt.
Bei der offenen oder auch bei der laparoskopischen Methode
wird der kleine Gang zwischen Gallenblase und Hauptgallengang
sowie die Blutversorgung der Gallenblase dargestellt und zwischen
Clips durchtrennt, so dass die Gallenblase anschliessend von
der Unterseite der Leber gelöst werden kann. Die Gallensteine
werden gemeinsam mit der Gallenblase durch einen erweiterten
Zugang auf Höhe des Nabels aus der Bauchhöhle entfernt.
Bei komplikationslosem Verlauf beträgt die Hospitalisationsdauer
anschliessend ungefähr zwei bis drei Tage.
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